Informationen über Teneriffa - Essen und TrinkenWeinWein
Beim Wein handelt es sich um ein alkoholisches Getränk, das aus dem gegorenen Saft von Weintrauben gewonnen wird. Seit über 8.000 Jahren lässt sich der Weinanbau geschichtlich zurückverfolgen. Der Wein spielte schon immer eine bedeutende Rolle in der Religion und im Alltag. Die bekanntesten Weine sind
Rot-Weiß- und Roseweine.
Wein als Handelsbezeichnung darf nur geführt werden, wenn die Trauben von einer Weinrebe abstammen. Innerhalb Europas muss der Wein mindestens 8,5 Prozent Alkohol enthalten.
Zu den Weinen gehören ebenfalls die Likörweine oder auch verstärkte Weine genannt. Der Alkoholgehalt wird bei den Likörweinen durch Zugabe von Weinbrand erhöht. Zu den Likörweinen gehören der Madeira-Wein, der Cherry, der Portwein und der Marsalawein.
Als Schaumweine sind der Deutsche Sekt, der Champagner, der Spanische Cava und der Italienische Spurmante bekannt. Diese Schaumweine haben einen Druck von mehr als 3 Bar. Schaumweine mit einem Druck bis 2,5 Bar sind unter anderem Deutsche Perlweine.
Wenn Wein noch vor der Gehrungsphase getrunken wird, handelt es sich um einen nicht ausgegorenen Wein. Diese nicht ausgegorenen Weine sind bekannt als Federweisser.
Es gibt noch weitere weinhaltige Getränke, die außer Wein noch über andere Stoffe, die Aromatisierung und zur Verdünnung dienen. Zu diesen weinhaltigen Getränken gehören San Gria. aus Spanien, die Weinschorle aus Österreich oder der Vermouth.
Weiter gibt es noch weinähnliche Getränke. Diese weinähnlichen Getränke werden nicht aus dem Saft der Weintrauben hergestellt, sondern aus anderen Früchten oder fruchtzuckerhaltigen Grundstoffen. Hier wäre zu erwähnen der Obstwein, der Rhabarberwein und Met.
Als Qualitätsbarameter im Weinanbau gilt die Rebfläche. Der Boden bestimmt die Qualität der Weine. Entscheidend ist die jeweilige Bodenschicht. So entstehen wuchtige Weine auf lehmhaltigen Böden. Der Riesling wächst am besten auf Schiefer, wie er an der Mosel vorherrschend ist.
Die Niederschlagsmenge ist ebenfalls von großer Bedeutung für die Qualität des Weines. Bei der Weingewinnung ist natürlich auch auf die Rebsorte zu achten.
Eine optimale Qualität erreichen Weine, wenn der Boden nicht allzu fruchtbar ist.
Jedes Weinanbaugebiet verfügt über eine Liste von empfohlenen Rebsorten. Für die Herkunftsbezeichnung gibt es geschützte Definitionen, die dadurch die Rebsorten stark einschränken. In Frankreich ist es die AOC in Spanien D.O. und in Italien DOC. Somit sind nur ca. 1.000 Rebsorten von ca. 16.000 Rebsorten für den gewerblichen Weinanbau zugelassen. Im internationalen Qualitätsanbau gelten für die roten Rebsorten der französische Merlot und Syrah, im italienischen Sangiovese, die spanischen Tempranillo und der Spätburgunder.
Bei den weißen Rebsorten spielen eine bedeutende Rolle der Chardonnay, der Sauvignon Blanc und der Riesling.
In vielen südlichen Gebieten sind verschiedene Sorten verschnitten worden. Es gibt nur wenige Anbaugebiete, so in Deutschland und Frankreich (Elsas und Burgund,) wo die Weine sortenrein angebaut werden.
Die Traubenlese findet meist manuell oder maschinell statt. Weinbauer mit kleinen Parzellen an Steillagen kann die Lese nur manuell durchführen. Als erste Wahl gilt dann, wenn die Trauben unbeschädigt geerntet werden. Somit kann die Schwefelung stark eingeschränkt werden. Erfolgreich ist ebenfalls die manuelle Lese, wenn während des Erntevorgangs eine Auslese stattfindet
Vorteilhaft für die mechanische Lese spielt die Zeit, da die Ernte innerhalb kürzester Zeit, und somit zur bei optimaler Reife abgeerntet werden kann.
Anzumerken ist jedoch, dass nicht jede Weintraube maschinell geerntet werden kann. Um gute Qualitätsweine zu erstellen, ist es von außerordentlicher Bedeutung, dass zwischen Lee und Kelterung oder Maischung nur wenig Zeit vergehen darf. Es gibt jedoch auch Weinanbaugebiete, wo die maschinelle Lese unter Verbot steht. Dieses gilt bei Beaujolais, da die Beere unbeschadet angeliefert werden muss, so auch beim Champagner.
Die Inhaltstoffe des Weines sind Wasser, Säure, Zucker, Gerbstoffe, Alkohol und Aroma.
Bei der Weinherstellung können nur reife Trauben verwandt werden. Bei der Herstellung des Weißweines sollten die Beeren nach Möglichkeit unbeschadet sein. Sollte die Beere beschädigt sein, würde bereits die Maischgehrung beginnen. So würde der Most an Farbe und Aroma zunehmen und der Wein zur Oxidation neigen. Von da gilt die Regelung, dass nach der Ernte so schnell wie möglich, die unbeschädigten Trauben verarbeitet werden.
Rotwein
Der rote Farbstoff sitzt in der Haut der Weintraube. Von daher wird diese Traube lediglich zerdrückt. Während des Gehrungsvorganges bleibt die komplette Weintraube mit Schalen, Kernen und Stielen im Most. Dadurch werden Phenole und Tannine ausgelöst und die Verfärbung in eine rötliche Farbe beginnt. Der Tresterhut muss regelmäßig mit dem Most vermengt werden.
Die einfachen Rotweine haben nur eine kurze Maischestandzeit von etwa 2 – 3 Tagen. Bei hochklassigen Rotweinen beträgt die Maischestandzeit ca. 4 Wochen.
Die Temperatur kann die Gehrdauer uns somit die Maischedauer beeinflussen. D.h. , dass bei kühlen Gehrungen das Fruchtaroma besser hervorgearbeitet wird. Höhere Temperaturen bestimmen die Farbe und den Geschmack des Rotweines.
Nach der Gehrung wird dann der Most abgelassen und geschwefelt und nun in verschiedene Behälter oder Holzfässer umgefüllt. Durch das Pressen des Tresters wird dieser entsaftet.
Schaumwein
Der Schaumwein kann durch unterschiedliche Methoden hergestellt werden. Das klassische Verfahren ist die Flaschengehrung. Bei der Herstellung von Champagner ist dieses zwingend vorgeschrieben. Dieses nennt man Champagner-Methode, so werden hochwertige Schaumweine ebenfalls durch die Winzer nach der Champagner-Methode hergestellt.
Dem vergorenen Grundwein wird etwas Zucker und Weinhefe zugeführt. Bei der zweiten Gehrung, die in der Flasche passiert, erreicht nun der Wein seinen Alkoholgehalt. Die Kohlensäure bleibt noch in der verschlossenen Flasche, während der Gehrung wird abgestorbene Hefe aufgebaut. Nun erlangt der Schaumwein eine Qualität. Die Verweildauer der Hefe bestimmt die Qualität des Schaumweines. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dieses Depot entfernt und die Flaschen werden umgelagert, täglich regelmäßig gerüttelt und dabei leicht gedreht. So wird auch die Neigung der Flasche verändert, bis sie nach mehreren Wochen senkrecht auf dem Flaschenkopf stehen. Dieses kann manuell oder auch maschinell erfolgen. Das Depot rutscht nun in den Flaschenhals ab. Wenn das Depot aus dem Flaschenhals entleert wird, wird der Flaschenhals in eine Kühlflüssigkeit eingetaucht. Somit findet ein Gefrieren zu einem Pfropf statt, der dann später beim Öffnen der Flasche mit Hilfe der bereits enthaltenen Kohlensäure entfernt werden kann. Der dadurch verlorengegangene kleine Anteil des Schaumweines wird durch eine Dosage aufgefüllt. Diese Dosage besteht aus Wein und Zucker und wird dann dem Geschmack je nach Mischung des Schaumweines bestimmen. Nun können die Flaschen verschlossen werden.
Likörweine
Zu der Familie der Likörweine gehören Moscatel, Malaga, Madeira, Marsala, Cherry und Portwein
Bei diesen Likörweinen wird während der Gehrung hochprozentiger Alkohol hinzugefügt.
Weine sind nicht unbegrenzt haltbar. So kann der Wein fermentieren, d.h. dass der Alkoholanteil sich zu Essigsäure bildet. Von daher ist es zwingend notwendig, dass der Wein vor Luft geschützt wird, damit die Essigsäure-Bakterien nicht in den Wein gelangen.
Aber nicht nur Luft kann den Wein verderben, sondern auch andere Mikroorganismen beeinflussen die Haltbarkeit des Weines. Ein hoher Anteil an Alkohol und Gerbsäuren vermeiden die Entstehung von Mikroorganismen. Da im Regelfall der Alkoholanteil unter 18% ist, müssen die Weine noch zusätzlich anderweitig geschützt werden. Von daher werden im Regelfall Weine geschwefelt. Stabile Weine kann man am Gehalt des freien Schwefels messen. Die Schwefelung ist ebenfalls davon abhängig zu machen, wie lange Weine haltbar gemacht werden. Folgende Qualitätsstufen gibt es bei Weinen:
- Carbinet
- Spätlese
- Auslese
- Beerenauslese
- Trockenbeerenauslese
- Eiswein
Der Chateau D`Yquem Sauternes gehört zu den teuersten Weinen der Welt und kostet ca. 50.000 Euro.
Die Winzer haben ein Bestreben schnell trinkreife Weine zu erzeugen. Dieses wird im Regelfall durch die Flaschenlagerung im Keller erreicht. D.h. für den Endabnehmer, dass es sicherlich keine guten Weine unter 5 Euro gibt.
Weinflaschen sollten in dunklen und kühlen Kellerräumen gelagert werden. So sollten die Flaschen auch liegend gelagert werden, dass der Korken immer mit Wein bedeckt ist. Nur der Madeira – Wein wird stehend gelagert. Eine optimale Lagerung wird bei Temperaturen zwischen 10 – 13 Grand erreicht. Diese Lagerungstemperatur zwischen 10 – 13 Grad sollte immer, egal ob Tag oder Nacht, eingehalten werden. Temperaturschwankungen wirken sich negativ auf die Qualität des Weines aus.
Durch Temperaturschwankungen tritt Sauerstoff aus und lässt den Wein frühzeitig altern. Auf die Luftfeuchtigkeit sollte auch jeder der Weine lagert, acht. Die Luftfeuchtigkeit sollte mindestens bei 60 Prozent liegen, dass der Korken somit nicht austrocknen kann.
Wein wird nur aus bestimmten Weingläsern getrunken. Für die unterschiedlichen Weine gibt es spezielle Formen und Größen von Weingläsern. Dieses soll dazu führen, dass zunächst das Aroma des Weines mit der Nase aufgenommen wird. Weißweine werden meist gekühlt zwischen 8 und 12 Grad und Rotweine zwischen 14 bis 18 Grad getrunken. Der Weißwein sollte direkt nach Öffnen der Flasche verzehrt werden. Ältere Rotweine sollten in eine Dekantierflasche umgefüllt werden, damit der Rotwein längere Zeit „atmen“ kann.
Nachführend möchten wir Ihnen einige Länder, die sich mit der Weinproduktion beschäftigen, vorstellen:
Die Länder sind nach dem Gesamtanteil der Weinproduktion aufgeführt. Dieser prozentuale Anteil bezieht sich auf das Jahr 2005
Spanien hatte einen weltweiten Anteil von 14,88% in der Anbaufläche
Frankreich hatte einen weltweiten Anteil von 11,28% in der Anbaufläche
Italien hatte einen weltweiten Anteil von 10,62% in der Anbaufläche
China hatte einen weltweiten Anteil von 6,12% in der Anbaufläche
USA hatte einen weltweiten Anteil von 5,03% in der Anbaufläche
Portugal hatte einen weltweiten Anteil von 3,13% in der Anbaufläche
Argentinien hatte einen weltweiten Anteil von 2,76% in der Anbaufläche
Rumänien hatte einen weltweiten Anteil von 2,74% in der Anbaufläche
Chile hatte einen weltweiten Anteil von 2,43% in der Anbaufläche
Australien hatte einen weltweiten Anteil von 2,11% in der Anbaufläche
Moldawien hatte einen weltweiten Anteil von 1,85% in der Anbaufläche
Südafrika hatte einen weltweiten Anteil von 1,69% in der Anbaufläche
Griechenland hatte einen weltweiten Anteil von 1,43% in der Anbaufläche
Deutschland hatte einen weltweiten Anteil von 1,29% in der Anbaufläche
Ukraine hatte einen weltweiten Anteil von 1,10% in der Anbaufläche
Ungarn hatte einen weltweiten Anteil von 1,05% in der Anbaufläche
Brasilien hatte einen weltweiten Anteil von 1,0% in der Anbaufläche
Russland hatte einen weltweiten Anteil von 0,95% in der Anbaufläche
Kroatien hatte einen weltweiten Anteil von 0,69% in der Anbaufläche
Österreich hatte einen weltweiten Anteil von 0,66% in der Anbaufläche
Bekannt ist, dass der erste Weinanbau 6.000 Jahre v.Chr. in Vorderasien begonnen hat. Die unterschiedlichen Kulturen mit ihren rituellen Praktiken haben bereits den Wein als Rauschmittel erkannt. So wurden in der Vergangenheit bereits schon in diesen Kulturen ausschweifende Weinfeste zelebriert. Die Bibel, hier gilt Noha als Erster Winzer, gibt dem Wein einen hohen Stellenwert. Er dient der Lebensfreude aber auch als Medizin für Kranke. So findet in der Religion der Wein immer noch große Bedeutung, beim Abendmahl dient der Wein als Ersatz für das Blut von Jesus.
In Europa, in bestimmten Weinanbaugebieten dauern Weinfeste oft mehrere Tage. Das größte Weinfest der Welt ist in Bad Dürkheim.
Zu den Weinberufen gehören Winzer, Kellermeister, Küser, Schröter, Weinkritiker, Weingartenhüter und Önologen.
Folgende aufgeführte Rebsorten erstellen weltweit hervorragende Rotweine her:
Deutschland produziert den Trollinger, den Schwarzriesling und Lemberger.
Italien, Kalifornien und Argentinien produzieren ihren Rotwein aus der Rebsorte Barbet,
Die Rebsorte Cabernet France wird in Frankreich produziert, so auch in Italien, Chile und Südafrika.
Als ebenso bekannte Rebsorte gilt der Cabernet sowie Sauvignon.
Die Rebsorte Carignan - Diese Rebsorte stammt aus Spanien aus der Region Aragonien. Diese Rebsorte wird ebenfalls noch in Frankreich, Nordafrika, Algerien, Israel und Südamerika angebaut.
Die Rebsorte Cinsault stammt aus Südfrankreich aus Languedoc.
Die Rebsorte Gamay erzeugt erfrischende Weine mit Himbeer- und Kirscharomen.
Diese Rebsorte wird ebenfalls auch mit dem Spätburgunder gekeltert.
Eine der am häufigsten angebauten Rebsorten ist die Rebsorte Grenache. Diese Rebsorte findet man in Frankreich, Spanien und Sardinien. Er gehört zu den Rotweinen, die lange gelagert werden können.
Eine alte französische Rebsorte ist Malbec
Angebaut wird diese Rebsorte in Argentinien. Die Rotweine haben eine fruchtige Würze. Erwähnenswert ist ebenfalls die Rebsorte Merlot. Die Rebsorte Merlot wird in Bordeaux angebaut. Dieser Rotwein gehört zu den vollmundigen Weinen.
Es gibt unterschiedliche Farben des Rotweines. Die unterschiedliche Farbe des Rotweines hängt von der Rebsorte, der Herkunft, der Lagerung und des Jahrganges ab. Rotweine können kirschrot, granatrot, rotbraun, rubinrot, weinrot, feuerrot, blaurot, ziegelrot und kupferrot sein.
So kann der Rotwein auch unterschiedliche Düfte haben.
Gelagerte Fassweine oder auch Barriqueweine können den Duft von Vanille, Mokka und Tabak haben. Es gibt auch Düfte in Weinen, wo der Wein nach Erdbeere, Brombeere, Himbeere oder nach Pflaumen riechen kann. Rotweine riechen manchmal auch nach Eiche oder Zeder.
Es gibt zwei nennenswerte Arten von Rotweinmischungen. Zum einen werden Rotweine mit anderen Rotweinen gemischt, d.h. verschiedene Rebsorten und Jahrgänge werden gemischt. Dieses wird hauptsächlich für die Erstellung von Essig oder Billigweinen gemacht. Jedoch ist nicht jeder verschnittene Wein ein Billigwein. Verschnitten wird ebenfalls um jahrelang einen gleichbleibenden Geschmack zu erzielen.
Zum anderen werden Rotweine mit anderen Ränken gemischt, so dass u.a. Glühwein, Punsch, San Gria, Feuerzangenbowle, Weinschorle, Schoppen, oder Alt-Brandenburger, entsteht.
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